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Finanzielle Sicherheit für internationale Studierende

Wer in Deutschland studiert, hat mit neuen Zahlungssystemen, unbekannten Banking-Praktiken und leider auch mit gezielten Betrugsversuchen zu tun. Betrüger nutzen die Unsicherheit internationaler Studierender systematisch aus – besonders in den ersten Monaten nach der Ankunft.

Warum sind internationale Studierende besonders gefährdet?

Ungewohnte Banksysteme und neue Zahlungsmethoden führen zu erhöhtem Risiko
Sprachbarrieren erschweren die Erkennung verdächtiger Kommunikation
Wohnungssuche und erste Zahlungen sind typische Angriffspunkte
Soziale Isolation macht anfälliger für manipulative Kontaktaufnahme

Typische Betrugsmaschen im Studienalltag

Diese Betrugsversuche treten besonders häufig auf. Betrüger passen ihre Methoden gezielt an die Situation internationaler Studierender an und nutzen typische Stresssituationen wie Semesterstart oder Prüfungsphasen.

Wohnungsbetrug

Gefälschte Wohnungsanzeigen mit unrealistisch niedrigen Preisen. Die "Vermieter" fordern Vorauszahlungen über Western Union oder ähnliche Dienste. Die Wohnung existiert nicht oder gehört jemand anderem. Im März 2025 meldeten Studierendenwerke einen deutlichen Anstieg solcher Fälle.

Phishing-Angriffe auf Bankkonten

E-Mails, die aussehen wie von deutschen Banken oder Sparkassen. Sie fordern zur Bestätigung von Kontodaten oder zur Installation einer "Sicherheits-App" auf. Echte Banken fragen niemals per E-Mail nach PIN oder TAN. Aktuell zirkulieren besonders viele gefälschte Sparkassen-Mails.

Fake-Jobangebote

Versprechungen von einfachen Nebenjobs mit hohem Verdienst. Oft wird das eigene Bankkonto für "Transaktionen" benötigt – womit man unwissentlich Geldwäsche betreibt. Oder es werden Gebühren für "Bewerbungsbearbeitung" verlangt. Seriöse Arbeitgeber verlangen kein Geld von Bewerbern.

Falscher technischer Support

Anrufe angeblich von Microsoft oder der Universität-IT. Man wird aufgefordert, Software zu installieren oder Fernzugriff zu gewähren. Die IT-Abteilungen von Universitäten melden sich nie unangekündigt mit solchen Forderungen. Dieser Betrug trifft besonders oft Erstsemester.

Romance Scam

Betrüger bauen über Dating-Apps oder Social Media eine emotionale Beziehung auf. Nach einigen Wochen kommen Bitten um finanzielle Hilfe – für Notfälle, Visa oder Flugtickets. Das Geld ist dann weg und der Kontakt bricht ab. Diese Masche nutzt besonders die Einsamkeit in einer neuen Stadt aus.

Ticket-Betrug

Besonders vor Semesterferien werden gefälschte Flug- oder Zugtickets angeboten. Die Bezahlung erfolgt per Überweisung, aber die Tickets sind wertlos oder existieren nicht. Im Januar 2025 häuften sich solche Fälle vor der Heimreise zum Neujahrsfest.

Konkrete Schritte zum Schutz Ihrer Finanzen

Sicherheit entsteht durch Wissen und praktische Gewohnheiten. Diese fünf Maßnahmen helfen Ihnen, die häufigsten Risiken zu vermeiden und im Ernstfall richtig zu reagieren.

1

Banking richtig einrichten

Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung für Online-Banking. Setzen Sie Limits für Überweisungen und Kreditkarte. Nutzen Sie separate E-Mail-Adressen für Banking und Social Media. Speichern Sie keine Passwörter im Browser und ändern Sie diese alle drei Monate.

2

Dokumente schützen

Führen Sie Kopien von Pass, Visum und Krankenversicherungskarte getrennt vom Original mit sich. Fotografieren Sie wichtige Dokumente und speichern Sie diese verschlüsselt in der Cloud. Zeigen Sie Ihre Aufenthaltserlaubnis nur wenn rechtlich nötig – nicht bei Wohnungsbesichtigungen oder Jobinterviews.

3

Verdächtige Anfragen prüfen

Bei unerwarteten E-Mails oder Anrufen: Kontaktieren Sie die Organisation direkt über offizielle Kanäle, nicht über die angegebenen Kontakte. Echte Behörden und Universitäten fordern keine sofortigen Zahlungen per E-Mail. Recherchieren Sie unbekannte Firmen bei der Verbraucherzentrale oder über das International Office.

4

Sichere Zahlungsmethoden nutzen

Bevorzugen Sie SEPA-Überweisungen mit Käuferschutz oder PayPal für Online-Käufe. Vermeiden Sie Western Union, MoneyGram oder Kryptowährungen bei unbekannten Personen. Zahlen Sie Kautionen nie bar und nur auf ein Konto im Namen des Vermieters. Dokumentieren Sie alle Transaktionen mit Screenshots.

5

Im Notfall richtig handeln

Bei Verdacht auf Betrug: Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank und sperren Sie betroffene Karten. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – auch online möglich. Informieren Sie das International Office Ihrer Hochschule. Ändern Sie alle Passwörter. Melden Sie den Vorfall bei der Verbraucherzentrale für statistische Erfassung.

Studierende lernen gemeinsam Strategien zum Schutz vor Finanzbetrug in Deutschland

Hilfe und Unterstützung für internationale Studierende

Sie sind nicht allein. Diese Anlaufstellen bieten konkrete Hilfe bei finanziellen Fragen und im Betrugsfall – oft auch mehrsprachig.

International Office

Erste Anlaufstelle bei allen Fragen zu Finanzen, Visa und Sicherheit. Bietet oft Workshops zu Banking und Betrugsschutz an. Viele haben mehrsprachige Beratung und kennen kulturspezifische Herausforderungen.

Verbraucherzentrale

Kostenlose Erstberatung zu Verbraucherrechten und Betrugsschutz. Online-Portal mit aktuellen Warnungen. Telefonhotline auch auf Englisch verfügbar. Hilft bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber unseriösen Anbietern.

Polizei Online-Wache

Anzeigenerstattung rund um die Uhr möglich. Informationen zu aktuellen Betrugsmaschen in mehreren Sprachen. Präventionsberatung und Hinweise zur Beweissicherung. In vielen Städten gibt es spezielle Ansprechpartner für internationale Studierende.

Fragen zu Ihrer finanziellen Sicherheit?

Wir unterstützen Sie mit praktischen Informationen und individueller Beratung. Kontaktieren Sie uns für konkrete Hilfe bei Fragen zur Betrugsprävention.

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